Montag, 24. Dezember 2012

Frohe Weihnachten

ggg

Ich wünsche allen meinen Bloglesern Frohe Weihnachten, erholsame Feiertage und
alles Gute für ein gesundes, erfülltes Jahr 2013.



Dienstag, 11. Dezember 2012

Hat dein Weg ein Herz?

Heute morgen öffnete ich eine E-Mail mit folgendem Inhalt, den ich gerne mit euch teilen möchte:

Aus dem gelebten Wissen der indigenen Völker, hier der Hopi-Indianer:

Jeder muss seinen eigenen Weg gehen.
Es gibt tausende Wege, auf denen man sich selbst entdecken und zu sich finden kann.
Lass Dir Deinen Weg von niemandem vorschreiben.    

Jeder Weg ist nur einer von Millionen  Wegen.
Deshalb musst Du immer daran denken, dass ein Weg nur ein Weg ist.
Wenn du glaubst, ihm nicht folgen zu dürfen,
dann darfst du unter keinen Umständen  auf diesem Weg bleiben.

Jeder Weg ist nur ein Weg.

Du beleidigst weder Dich noch andere, wenn du ihn verlässt, weil dein Herz es dir befiehlt.
Aber Dein Entschluss, auf dem Weg zu bleiben oder ihn zu verlassen, muss frei sein von Furcht und Ehrgeiz.

Prüfe jeden Weg gewissenhaft und gründlich.

Erprobe ihn, sooft Du es für nötig hältst.

Dann stelle Dir, und nur Dir selbst, die  Frage:

Hat dieser Weg ein Herz?
Alle Wege gleichen sich.
Sie führen nirgendwo hin.
Es sind Wege, die durch das Dickicht, in das Dickicht, oder unter das Dickicht führen.

Die einzige Frage ist, ob dieser Weg ein Herz hat.

Wenn ja: beschreite diesen Weg
Wenn nein: Dann ist der Weg wertlos  

Sonntag, 9. Dezember 2012

Lob und Tadel

Meine Freundin Julia kam kürzlich von einem Seminar zurück mit der Behauptung, dass "sich erklären" nicht integer sei. Da ich ein Gefühlsempiriker bin, kann ich Dinge, die ich nicht selber "durchfühlt" habe, zwar stehen lassen, aber nicht annehmen. Ich brauche ein gefühltes Wissen zu Behauptungen, sonst bleiben sie in ihrer Bedeutung leer für mich.
Und so gibt mir das Leben immer wieder Gelegenheiten mein eigenes Wissen zu erweitern.

Als ich am Samstag in eine Diskussion um Sinn- und Zweckhaftigkeit bestimmten Tuns geriet, glitt ich selber in eine Erklärungshaltung, warum ich bestimmte Dinge gerade nicht mache. Ich bemerkte meine Haltung, konnte jedoch nicht aufhören, bis ich meine Erklärung zu Ende gebracht hatte. So verhält es sich in letzter Zeit immer öfter. Ich bemerke, dass meine Aktion oder Reaktion ziemlich daneben ist und führe sie zu Ende, weil ich zum Schluss erkennen kann, was meine wahren Beweggründe sind.
In diesem Fall war es das Bedürfnis nach Bestätigung.
Obwohl ich davon ausgehen konnte, dass mein Gegenüber kein Verständnis dafür hat, dass ich bestimmte Dinge gerade nicht mache, wollte ich von ihm hören, dass es in Ordnung ist.

Und mir wurde klar, dass wir sehr oft in dieses kindliche Verhalten rutschen und von einem anderen hören möchten, dass unser Verhalten völlig okay ist, wenn auch absolut unverständlich. Es braucht viel innere Stärke Dinge zu tun, die sich aus einem Selbst heraus richtig anfühlen, von der Umgebung jedoch mit Unverständnis, vielleicht sogar Ablehnung, quittiert werden.
"Bin ich richtig? Mache ich das richtige? Kann es wirklich richtig sein, nur weil es sich für mich richtig anfühlt und für keinen anderen sonst?"
Wir haben gelernt auf Lob zu reagieren, genau so wie auf Tadel. Lob und Verständnis bringen uns vorwärts, Tadel oder Unverständnis blockieren uns.
Daraus gilt es hervorzutreten. Und dafür braucht es Selbstvertrauen, Vertrauen in das, was sich in mir richtig anfühlt und wenn auch nur in mir und in keinem anderen sonst.
Auf Bestätigung verzichten zu können heißt sich seiner selbst sicher zu sein. Selbstsicherheit ist ein Aspekt der persönlichen Integrität.
"Ich bin mir sicher", das bedeutet in sich sicher und geborgen zu sein, Zweifel ist der Sturm, der uns manchmal beutelt, ist unsere Basis stabil, bleiben wir standhaft.

Als ich vor Jahren begann Kampfkunst zu praktizieren, war ich irgendwann frustriert, da mich mein Trainer weder lobte noch kritisierte. Ich wusste nicht wo ich stand.
Da fiel mir bei einem Freund das Büchlein "Krieger des Lichts" von Paolo Coelho in die Hände und ich fand die richtige Passage. Da stand: Ein Krieger des Lichts braucht weder Lob noch Tadel, denn beides bringt ihn von seinem Weg ab.
Und da verstand ich, dass ein anderer nicht darüber urteilen kann, ob du etwas gut oder schlecht machst. Du machst es, wie es für dich eben möglich ist. Alles, was du tust, tust du für dich. Deswegen bedarf es auch keiner Bestätigung. Du alleine kannst für dich beurteilen, ob das, was du tust, für dich gut ist. Meine Kata kann den einen berühren und den anderen nicht. Das ist unwichtig. Alles was zählt ist, wie ich mich dabei fühle. Das gilt auch fürs Leben. Wichtig ist, wie du dich bei dem fühlst, was du tust. Wichtig ist, die Motivation für das, was wir tun, aus uns selbst zu holen. Dann werden wir unabhängig. Und ehrlich.

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Eine Zusammenfassung zum Thema finden Sie auf meiner Website unter "Ist die Aufgabe von Erfolg Verrat?".



Montag, 3. Dezember 2012

Integrität

Die Themen, die zur Zeit beschäftigen, sind Neutralität und Akzeptanz.
Akzeptanz bedeutet die Dinge so zu nehmen, wie sie sind. Wenn wir aufhören in gut und böse einzuteilen, in richtig und falsch zu werten, wenn wir die Dinge stehen lassen können wie sie sind ohne ständig irgendwas oder irgendwen verändern zu wollen, kommen wir in die Neutralität. Alles hat einen Wert, denn es gibt nur Erfahrung und mit Neutralität werden die Dinge gleich wertig. Wir müssen den Schmerz nicht mehr verdammen und das Glück nicht mehr lobpreisen. Es ist gut, so wie es ist.
Je mehr wir wegkommen von Werturteilen, desto mehr können wir bei uns bleiben. Wenn alles gleichwertig ist und alles gut so wie es ist, was gibt es dann noch zu tun? Das, was es für jeden einzelnen von uns zu tun gibt - sich selber treu zu bleiben. Das ist Integrität. Neutralität bedeutet  nicht die Hände im Schoß zu falten und abzuwarten wie sich alles entwickelt. Es geht nicht darum passiv zu werden. Es gilt alles loszulassen, von dem wir dachten es tun zu müssen. Dieses Loslassen ist wie ein Erlischen und kann in einer sinnentleerten Leere münden, die uns oft in Desorientierung zurücklässt, da alles, was bisher gültig war, seine Gültigkeit verliert. Ist alles in uns erloschen, für das wir einmal gebrannt haben oder dachten brennen zu müssen, darf das aufflackern, was schon lange tief in uns glimmt und nur darauf wartet zum Aufleuchten gebracht zu werden. Das gilt es zu hüten. Dem gilt es treu zu bleiben. Denn wir sind hier um das Leben zu lieben und die Liebe  zu leben. Nicht mehr und nicht weniger.


Integrität bedeutet dir selber zu vertrauen und dein eigener Lehrer sowie dein Schüler zu sein.
Integrität bedeutet auf Lehrer aus dem Außen zu verzichten, durch die du dich selber zum Schüler ohne inneren Meister degradierst.
Integrität bedeutet dein eigener Meister zu sein, denn dann bist du frei von äußerlichen Manipulationen und jede andere Meinung, die dich etwas lehren will, ist Manipulation, da sie dir eine Richtung vorweist.
Du kannst dir von anderen Motivation und Inspiration holen, selten jedoch Antworten auf deine innersten Fragen.
Nur du kannst herausfinden, was für dich passt und was du tun musst, um dir selber treu zu sein.
Treue sich selber gegenüber kann auch bedeuten, sich für Schwächere einzusetzen. In der U-Bahn oder woanders.
Es kommt auf den Impuls an, der aus deinem Inneren kommt.
Sagt er "Geh" dann geh, sagt er "Stop" dann halte ein.
Nichts muss getan werden, es kann getan werden, wenn du es tun willst.
Das ist alles.
Höre auf dich und hör auf auf andere zu hören.
Der Meister ist in dir, nirgendwo sonst.
Ein Meister ist respektvoll, aber nicht gefällig.
Gefälligkeit ist das, was uns letztendlich zu Fall bringt.
Bleibe aufrichtig, in deiner inneren sowie in deiner äußeren Haltung.
Manchmal bereuen wir, dass wir etwas getan oder dass wir vermieden haben etwas zu tun.
Integrität bedeutet auch die volle Verantwortung für die Konsequenzen zu übernehmen, die sich aus unserer Entscheidung zum Handeln oder zum Nicht-Handeln ergeben.
Integrität bedeutet: Ich stehe voll und ganz zu mir.
Höre dir zu.
Manchmal müssen wir dafür in die Stille gehen, weil der Lärm um uns herum so laut ist,
dass wir unsere leise innere Stimme nicht mehr hören und sie ist der wahre Wegweiser.

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Eine Zusammenfassung zum Thema finden Sie auf meiner Website unter "Ist die Aufgabe von Erfolg Verrat?".