Donnerstag, 24. April 2014

Der Schönheit ins Auge schauen

Wenn sich Schönheit öffnet und sich uns in ihrer ganzen Intimität zeigt .... Gänsehautfaktor.


Dienstag, 22. April 2014

Lieblingsplatz

Mein Lieblingsplatz ist der Wald hinter unserem Haus.
Es gibt dort sehr unterschiedliche Stellen. Zur Zeit sind die Forstarbeiter unterwegs. Wo sie waren, hinterlassen sie Baumleichen. Diese ereilt ein Todesurteil in Form eines roten Punktes, der auf die Rinde gemalt wird. Es gibt Plätze voller Todesurteile, die kurz danach einem Baumfriedhof gleichen.
Und es gibt Stellen wie diese. Still und verzaubert.


Montag, 14. April 2014

Freitag, 11. April 2014

Akif und der Gutmensch

Jeder sollte dort ein guter Mensch sein, wo er es sein kann. Die einen essen weniger Fleisch, die anderen haben aber immer ein offenes Ohr für ihre Freunde. Die einen essen nur bio, die anderen erziehen ihre Kinder zu angenehmen Menschen. Es muss gar nicht jeder alles richtig machen!

Koch- und Backredaktion des ZEIT-Magazins zum Rezept: Steak mit Blue Cheese Sauce

Diese Worte als Zitat zu meinem persönlichen Gutmenschtum und zur Diskussion um Akif Pirinçci und sein Buch "Deutschland von Sinnen: Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer".
Dieses Buch scheidet mal wieder die Geister und als ich den kleinen Akif (wie er sich selbst nennt) im ZDF-Mittagsmagazin-Interview sehe, ist mein erster Gedanke "reaktionäre Provokation mit Migrationshintergrund". Beim Durchschauen seiner Facebookseite, die sich "Pascha im Rotlichtmilieu" nennt, denke ich "durchgeknallt". Als verlassener Mann, der dem Alkohol zuspricht und mit seinem Buch Potenz zeigen will um eine atombombengeile Blutjunge aufzureißen, outet er sich in einem taz-Interview. In einer Kolumne wird er zum Menschenfreund mit hohem Sensibilitätsfaktor stilisiert.
So langsam stellt sich mir die Frage: Wer ist dieser Clown?
Wer ist dieser Türke, der in Deutschland lebt und öffentlich jammert, dass er sein "altes" Deutschland wieder haben will, das von Gutmenschen und rot-grün-versiffter Politik vernichtet wird? Der sein altes Deutschland retten will, während die deutschen Gutmenschen doch nur sich selbst retten wollen.

Akif, ich glaube, du willst uns verarschen. Vielleicht stimmt dein abgewandeltes Motto "Mit dem Arschloch sieht man besser", das du der "Mit dem zweiten sieht man besser"-Moderatorin im Mittagsmagazin um die Ohren haust, doch nicht so ganz. Wer aus dem Arschloch heraus, wenn auch auf der "Achse des Guten" (ha, da will doch einer bei den Guten mitspielen, obwohl er Gutmenschtum verteufelt), die Welt betrachtet, muss sich nicht wundern, wenn sich alles braun einfärbt und arschlochmäßig aussieht. Aber das Gute an Deutschland ist: Du darfst deine Betrachtungsweise frei wählen und sogar noch teuer verkaufen!

Kleiner Akif, vielleicht will dir deine Katze nicht mehr zuhören, deine Frau ist weg, du hast keine Lust mehr im Rotlichtmilieu zu spenden und bist wahrscheinlich, wie viele andere in einer solchen Situation auch, völlig frustriert. In Deutschland gibt es Mediziner, Therapeuten und Coaches allerorten für solche Fälle (Midlifecrisis? Potenzprobleme? Die, die am lautesten schreien, naja, du weißt schon ....). Irgendein Sozialschwachsinniger betreut bestimmt eine Selbsthilfegruppe für ehemals erfolgreiche Autoren, denen alles recht ist um mediale Aufmerksamkeit zu bekommen. Wie nennt man diese Symptome bei den jungen Frauen? It-Girl. Irgendwie machst du auf mich den Eindruck eines alternden It-Chauvis. Du kannst aber natürlich auch ein Buch schreiben als Frusttherapie. Oder dich fürs Dschungelcamp melden. Auch du musst nicht alles richtig machen!

Ich bin gespannt, ob du dir mit dieser Masche eine heiße Frau angelst und geh mir jetzt mal mein Steak bruzzeln.

Donnerstag, 10. April 2014

Bob Geldof und Peaches

Die Nachricht, dass Peaches Honeyblossom Geldof tot in ihrem Haus aufgefunden wurde, macht seit Montag die Runde.
Während Bob Geldof unerschütterlich die große weite Welt retten will, zerbricht ein weiterer Teil seiner kleinen persönlichen Welt. Wie ein roter Faden zieht sich das Drama vom Tod junger Mütter durch sein Leben.
Er verlor die Mutter, als er 8 Jahre alt war. Seine Tochter Peaches verliert ihre Mutter mit 11 Jahren, die Adoptivtochter Tiger Lily ist erst  4. Die Söhne von Peaches sind 11 und 20 Monate alt.
Was passiert in dieser Familie?

Bob Geldof erstreitet das Sorgerecht für seine 3 Töchter, nachdem bei seiner Ex-Frau Drogen gefunden wurden. Nach deren Tod im Jahr 2000 erkämpfte er sich auch das Sorgerecht für Tiger Lily, einer weiteren Tochter von Paula Yates.
Beschrieben wird seine Musikerkarriere und naürlich sein soziales Engagement, allem voran die Live-Aid Konzerte, mit denen er den Hunger in Afrika lindern will. Seit 2003 gehört Bob auch der englischen Väterbewegung "Fathers Of Justice" an, aber nirgendwo steht etwas über sein väterliches Engagement den eigenen Kindern gegenüber. Bob Geldof konnte den Hunger in Afrika nicht aushalten. Wie stand es mit dem Hunger der Frauen in seiner Familie? Konnte er diesen stillen? Hat er ihn bemerkt, wahrgenommen?

In manchen Familien häufen sich Schicksalsschläge gleicher Art.
Bei den einen zerbricht jede Beziehung, in anderen bekommen die Frauen keine Kinder. Man könnte denken über diesen Familien liege ein Fluch. Der Fluch kann ein Muster sein - einmal mit einer starken Überzeugung gebildet und dann weitergegeben.
Ich kenne Menschen, die als Kriegswaisen vertrieben wurden und sich die Überzeugung bildeten "Alles, was ich liebe, verliere ich". Diese Überzeugung bringt sie in ein Dilemma. Sie dürfen niemanden lieben, weil sie ihn sonst verlieren. Die "Lieblosigkeit", in die sie sich begeben um keinen weiteren Verlust erleiden zu müssen, wird vom Partner aufgenommen und ist genau der Grund, warum der dann geht. Die Überzeugung "Alles, was ich liebe, verliere ich" wird somit bestätigt und mit einem "Hab ich es doch gewusst" bekräftigt. Ein Muster ist geschaffen und wird nicht selten weitervererbt. Unbewusst.
Ich habe eine junge Frau kennengelernt, glücklich verheiratet, die nicht schwanger wurde. In ihrer Familie wirkte die alte Überzeugung "Mit dem Mann, den ich liebe, kann ich kein Kind bekommen", gesetzt in einer Zeit, in der es noch keine Verhütungsmittel gab und es für Frauen lebensbedrohlich werden konnte, eine außereheliche Affäre zu haben und vom Geliebten schwanger zu werden.
Solche Familienmuster werden in großen Emotionen gestrickt, großem Verlust, tiefer Angst, Entwurzelung. Ihnen auf die Spur zu kommen, benötigt Detektivarbeit in der Familienhistorie.

Man kann denken, dass auf einer Familie ein Fluch liegt und an die verstimmte Fee glauben, die nicht zur Feier eingeladen war, weil ein Gedeck fehlte. Die ihrem Unbill darüber Luft macht, indem sie das unschuldige Kind in der Wiege mit einem Fluch belegt.
Man kann sich aber auch auf die Suche nach dem Ahnen und seiner Geschichte begeben, der sich in einer schrecklichen Situation eine Überzeugung bildete, die heute noch als Erbe an die Nachfahren weitergegeben wird und deren Glück sabotiert. Manchmal ist man selbst dieser Ahne.

In Bob Geldofs Umgebung sind die Frauen süchtig. Süchtig nach Aufmerksamkeit, nach Gesehen werden. Sucht kommt von Suche. Wenn wir nach etwas süchtig sind, suchen wird dort etwas, was uns fehlt. Etwas, wonach wir ausgehungert sind. Alkohol, Drogen, Aufmerksamkeit sind Ersatzmittel. Was fehlte diesen Frauen? Was wollte gesehen werden? Und was fehlt Bob Geldof? Vielleicht wäre es für seine Familie hilfreicher, wenn er den Hunger in sich selbst und den ihrigen stillen würde, anstatt die ganze Welt ernähren zu wollen.


Dienstag, 8. April 2014

Robert Gwisdek - Vertreter einer neuen männlichen Generation

Letzten Sonntag schickte mir eine sehr geschätzte Person den link zu einem Video.

Zu sehen ist ein Interview mit Robert Gwisdek, Sohn der Schauspieler Michael Gwisdek und Corinna Harfouch, selbst Schauspieler, Musiker, Kurzfilmemacher, Lyriker und nun auch Schriftsteller. Im Interview geht es um sein Buch "Der unsichtbare Apfel" und Igor, der Hauptfigur, die in einem Selbstversuch durch Isolation, Dunkelheit und Geräuschlosigkeit den eigenen Geist an Nichtinformation zerschellen lassen will , damit er aufhört Formen zu bauen und sich hingibt.

Interessant für mich wird es gegen Ende des Interviews.

Robert Gwisdek auf die Frage "Kreist denn jeder Mensch vor allem um sich selbst?"
Ich finde unsere Generation hat geradezu die Pflicht sich mit sich selbst zu beschäftigen, weil die ganzen Generationen davor keine Zeit hatten und wir dieses Privileg haben die Ressourcen dafür zu haben.Wenn alle Menschen so darüber schimpfen, oder viele, wir leben in einer Gesellschaft, jeder therapiert sich selbst und macht tausend Selbsthilfekurse, das sind alles so Weicheier und Depression und Schnickschack und früher war man viel praktischer veranlagt, ich finde da übersieht man den Kontext, aus dem jede einzelne Generation kommt. Meine Großeltern haben zwei Weltkriege überlebt, da gibts nix mit Depression, da wirst du ausgelacht für, und dann gibts die erste Generation, die 68-er, die natürlich im Gegensatz zu unserer Generation viel konkreter aussieht, von außen viel tatkräftiger, dass sie jetzt wirklich einen gesellschaftlichen Wandel herbeiführen will, aber das hängt auch damit zusammen, dass sie die erste - ähm - so radikal wie die sich von ihrer Elterngeneration abgewendet haben, das müssen wir nicht mehr machen. Denn das sind unsere Eltern, ein Stück weit, wir können quasi mit unseren Eltern in einem freundschaftlichen Bund stehen bleiben und versuchen einen neuen Schritt zu machen und dieser wirklich neue Schritt erfordert so viel Aufräumarbeit, psychologisches Aufräumen, Wegschmeißen jahrtausendalter merkwürdiger Strukturen, die wir, glaube ich, auch mitnehmen, wenn wir geboren werden, ohne dass wir dafür viel Input brauchen. Das ist in unseren Zellen, wie viel Schmerz da gespeichert ist. Und deswegen habe ich nichts dagegen, wenn wir jetzt mal zwei- drei Generationen lang Leute sind, die depressiv in der Ecke sitzen und sagen "Ich brauche eine Therapie und ich habe Burn-out-Syndrom", bis sich das alles mal regeneriert, weil der Mensch hat eine krasse Geschichte hinter sich. 2000 Jahre lang, länger war das nur Angst, nur Angst, Angst Angst Angst Angst ...

Das ist die Beschreibung einer gefühlten transgenerationalen Traumatisierung.
Robert Gwisdek ist 30 Jahre alt und gehört, für mich, zu einer neuen Generation von jungen Männern, die einen anderen, einen neuen Weg suchen.
Über sich selbst sagt er:
Nichtstun ist wirklich eines meiner hartnäckigsten Hobbies, konzentriertes Nichtstun, Meditation sozusagen. Es ist wirklich sehr spannend -radikales Nichtsmachen.
Trotz all des konzentrierten Nichtstun tut es ihm gut sehr unterschiedliche Dinge zu tun und zu untersuchen. Seine Kreativität entsteht aus der Stille.

Kommentar von gerhardtaro (lädt Videos auf youtube hoch) "nichts tun, um dann hochleistungen zu vollbringen. das lässt unsere kultur alt aussehen. ich vermute, ich weiß, er hat recht."

Kommentator des eingestellten Videos "Robert Gwisdek ist besessen von der Erkundung des Universums und unserer Existenz. Ihn bewegen die Fragen - Was ist Realität? Was ist Existenz?"

Zu meiner Generation wurde gesagt "Aus der Langeweile gebiert sich die Kreativität". Langeweile ist ein passiver Zustand und in der Langeweile entsteht die Frage "Was könnte ich tun, um mich nicht mehr zu langweilen?". 
Was gebiert sich aus aktivem Nichtstun ohne die Frage, was getan werden könnte?
Was geht aus einer Generation hervor, die sich in der Pflicht zur Depression sieht? 
Tut diese Generation, die augenscheinlich nicht viel tut, viel mehr als ersichtlich ist?

Tut diese Generation durch Nichtstun etwas, was die vorherigen Generationen vor lauter Tun nicht tun konnten?

Nachdem mein Mann gestern diesen Beitrag gelesen hatte, meinte er, ihm würde ein Abschluss fehlen.
Ich habe diesmal keinen Abschluss, ich habe auch keine Antworten auf meine gestellten Fragen. Ich weiß nur, dass eine Veränderung stattfindet, es ist mehr ein gefühltes Wissen. Und ich fühle, dass diese Veränderung anders ist als das, was ich bisher kenne. Sie basiert nicht auf Aktionismus, wie wir das seit Generationen gewohnt sind. "Schaffe, schaffe, Häusle baue" ist vorbei. Sie basiert auch nicht auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, denn auch die Wissenschaft befindet sich oft auf dem aktuellen Stand des neuesten Irrtums. Aktionismus, Materialismus, rein logische Erkenntnisse - daran haben wir lange genug geglaubt. Es braucht etwas Neues, etwas das noch nicht gelebt wurde. Etwas, das Pioniere braucht, die zeigen, dass es machbar ist. Es braucht immer Pioniere mit einer Vision, die sich nicht von Bedenkenträgerei abbringen lassen. Die einfach ihren Schritt gehen, damit der nächste den weiteren Schritt gehen kann. Heute vielleicht in eine Richtung, die (noch) unmöglich scheint. Ich persönlich habe mich entschieden aufzuhören zu jammern über das Wetter, Ungerechtigkeit und das Leben allgemein (ich bin in Übung). Ich möchte meinen Blick dorthin richten, wo etwas Neues entsteht. Es braucht eine Veränderung, wir brauchen Veränderung. Menschtum statt Eigentum. Ich bin dabei. Und versuche jeden Tag meinen Horizont ein bisschen weiter zu schieben. Weg von einengenden Gedanken, Überzeugungen, Vorurteilen. Hin zu mehr Offenheit, Toleranz, Akzeptanz. Das ist ein gutes Stück Arbeit. Ich denke es ist es wert.

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ZDF aspekte Interview mit Robert Gwisdek

ZDF aspekte - Über Robert Gwisdek

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Ähnlicher Blogbeitrag "Neue Männer braucht das Land oder Sind Männer die neuen Opfer der Gesellschaft?"

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Dieser Beitrag ist Teil einer Themenzusammenfassung, die Sie unter "RaumZeiten" auf meiner Homepage finden. 



Sonntag, 6. April 2014

Riders On The Storm

Im Frühjahr 1985 saß ich mit meinen beiden Brüdern und Lynn, einem Mädchen aus Australien, das wir in der Jugendherberge in Neapel kennengelernt hatten, in einem Cafe am Fährhafen und wir warteten gemeinsam auf die Fähre nach Capri.
Es regnete. Überall auf der Welt wird es stiller, wenn der Regen fällt.
Wir saßen in diesem Cafe, schwiegen, hörten dem Regen zu, schauten in die Pfützen und warteten.
Ein Pickup hielt vor dem Cafe, die Fahrertür ging auf, ein junger Mann mit langen schwarzen Haaren stieg aus und ging in das Cafe. Die Tür ließ er offen. Das Lied "Riders On The Storm" von The Doors lief.
Es war das perfekte Lied zum perfekten Moment.
Es gibt perfekte Augenblicke im Leben, die vergisst man nie.


Freitag, 4. April 2014

Die 1%-Kampagne geht weiter

Eine Zusammenfassung der Gastbeiträge und Beiträge findet ihr hier.

Schreibt mir eure Begegnung mit dem einen Prozent oder mehr und teilt eure guten, witzigen, hilfreichen, bereichernden Erfahrungen mit mir und den Lesern.

Danke!




Dienstag, 1. April 2014

Fastenzeit

Nach zwei Wochen Vertiefung in Kampfkunst, japanischer Alltagsherausforderungen und Medienabstinenz, sitze ich wieder am heimischen Küchentisch und lese Tageszeitung.
Was macht es mit uns, wenn wir neben Fußball und Wahlergebnissen mit Artikeln konfrontiert werden, die Hass beschreiben. Gewöhnen wir uns daran? Stumpfen wir ab? Was davon überträgt sich in unseren Alltag?
Ich habe einmal in meinem Leben eine richtige Fastenkur gemacht. Die erste feste Nahrung, die ich nach vierzehn Tagen zu mir nahm, war ein Apfel. Ich zelebrierte den ersten Biss und dieser Apfel war das Göttlichste, was ich jemals verspeiste. Ich widmete ihm meine ganze halbe Stunde Mittagspause und erinnere mich noch heute an dieses Gefühl.
Vierzehn Tage ohne Zeitung, Zeitschrift, Internet und Facebook, haben eine ähnliche Wirkung auf mich, was Hassbeschreibungen betrifft. So wie der Apfel nach vierzehn Tagen Fasten eine Wohltat in meinem Bauch war, so hart treffen mich nach vierzehn Tagen Medienfasten Artikel wie diese. Brauche ich diese Art von Nahrung? Sollte ich mal einige Wochen auf Medien verzichten statt auf Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch? Welche Auswirkung hat das? Hat jemand die reinigende und heilende Wirkung von Medienfasten untersucht? Könnte das ein Bestseller werden? Wie verzichte ich auf Medien, wie gehe ich mit Entzugserscheinungen um, was tu  ich mit all der Zeit, die ich normalerweise auf meinem Smartphone Tablett i-Pad Laptop herumtippe? Wie gehe ich damit um, dass ich nicht immer und überall auf dem neuesten Stand bin und (vermeintlich) nicht mehr mitreden kann? Gibt es Forschungsergebnisse von Medienentzug? Was ist noch heilsam, was bereits gefährlich? Was macht es mit uns, wenn wir diese Form von Nahrung zu uns nehmen und was, wenn nicht? Was macht es mit uns, wenn wir Hassfasten?

Erdogan will mit Gegnern abrechnen

Kampfansage des türkischen Premiers nach Erfolg bei der Wahl

ISTANBUL - Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will nach dem Sieg bei den Kommunalwahlen mit seinen politischen Widersachern abrechnen.


"Bis in ihre Höhlen werden wir sie verfolgen. Sie werden den Preis bezahlen", sagte Erdogan vor jubelnden Anhängern mit Blick auf die Gegner im eigenen konservativ-religiösen Lager.

Aus einem Artikel unserer Tageszeitung

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Die leidbringende Emotion des Hasses ist der stärkste Brennstoff um Gewaltkonflikte anzuheizen. Ärger und Zorn sind zwar Bestandteile von Hass, doch Hass scheint mir eine weitere Komponente zu haben, da er dazu ermutigt, sich an vergangenes Geschehen und vermeintliches Unrecht, das in der Vergangenheit geschehen ist, zu klammern. Daraus entsteht tiefer Groll und der Wunsch nach Rache und Vergeltung. Der Hass hindert uns also daran, vorwärts zu schreiten - er kettet uns an die Vergangenheit. In der Tat liegt eine der Grundvoraussetzungen von Versöhnung darin, nicht mehr mit Zorn auf Dinge zu reagieren, die bereits geschehen sind.

Dalai Lama